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Blitze

Die Blitzgeräte haben sich mit den Cameras weiter entwickelt. In der folgenden Tabelle sind die ältesten Modelle links und die jüngsten Modelle rechts aufgeführt. Seit dem Blitz MT sind die Änderungen nur äußerlicher Natur, die Blitze haben sich dem Aussehen der Cameras angepasst. Im Prinzip sind alle Blitze, außer dem AF an allen Cameras zu betreiben, die Form ist allerdings an die Form der Cameras angepasst, so gibt es Blitze die der klassischen Form angepasst sind und solche welche der ML-Form angepasst sind. Ein Blitz MF35/MF35ST oder MT passt auf die Cameras der “klassischen-” und der ML-Serie, umgekehrt nicht. Ein TC oder FC passt nicht auf eine Cameras der M-Serie. Eine weiße AL braucht einen weißen Blitz, obwohl ein FC 35 in schwarz dem AL 35 technisch entspricht. Die Ausführungen für GT-S und GT-X sind ebenfalls der Farbe der Cameras angepasst. Da alle Cameras, außer der AF und der PE, einen Blitzschuh haben kann man jeden Blitz auf die Cameras setzen, sieht bloß komisch aus.

Hier eine Übersicht der Typen, manche Angaben sind inkomplett, wer mehr über die Eigenschaften der Blitze weis, kann es mir ruhig schreiben:

Verwendbar für/Leistungsdaten Eingebautes PE-Blitzgerät FC 35 FA 35, in weiß und schwarz für AL FC 35 ST FC-E (I) FC-E (II) FC-S/FC-X (Silber) AF-F nur für AF MF 35 MF 35 ST TC 35 MT 35
Klassische Form ++ ++ ++ ++ ++ ++ + + + ++ +
ML-Form ++ ++ ++
Leitzahl (ISO 100) 14 18 14 18 18 18 18 10 18 18 26 26
Max.Reichweite mit Computer 3,5 m 4,5 m 4,5 m 4,5 m 4,5 m 4,5 m 4,5 m 4,5 m 9 m ISO 21:9 mISO 1000:28 m
Max.Reichweite bei ISO 800,
ohne Computer
ca. 18 m ca. 8 m bei ISO 400 ca. 18 m ca. 18 m ca. 18 m ca. 18 m ca. 18 m ca. 18 m ca. 26 m ca. 26 m
Vario-Computer +
Serienthyristor + + + + + + +
Basisblende bei ISO 100 4 = Einstellung b 4 oder 5,6 ( 4 ?) 4 oder 5,6 4 oder 5,6 4 oder 5,6 oder 8 4 oder 5,6 oder 8 4 oder 5,6 4 oder 5,6 2,8 oder 4 oder 8 Beliebig
Blitzdauer in Sek. 1/500-1/30000 1/500-1/30000 1/500 1/500-1/30000 1/500-1/30000 1/500-1/30000 1/500-1/30000 1/1000 1/500-1/30000 1/500-1/30000 1/1000-1/30000 1/1000-1/30000
Blitzfolgezeit ca. 10 Sekunden ca. 10 Sekunden ca. 7,5 Sekunden ca. 0,5 bis 10 Sekunden ca. 0,5 bis 10 Sekunden ca. 0,5 bis 10 Sekunden ca. 0,5 bis 10 Sekunden 3 Sekunden ca. 10 Sekunden ca. 0,5 bis 10 Sekunden ca. 1-10 Sekunden ca. 1-10 Sekunden
Akkubetreib Nicht verwenden Ab Seriennummer F- + + + + + + + + Nicht verwenden +
Blitzfolge mit NC-Akkus Nicht verwenden ca. 7 Sekunden ca. 6 Sekunden ca. 0,5-7 Sekunden ca. 0,5-7 Sekunden ca. 0,5-7 Sekunden ca. 0,5-7 Sekunden ? ca. 7 Sekunden ca. 0,5-7Sekunden Nicht verwenden ca. 1-7Sekunden
Blitzzahl pro Batteriensatz 80 bis 100 60 bis 80 80 bis 100 60 bis 200 60 bis 200 60 bis 200 60 bis 200 100 ca. 80 80 bis 800 80 bis 500 80 bis 800
Blitzzahl pro Akkusatz Nicht verwenden ca. 20 ca. 25 20-80 20-80 20-80 20-80 ? ca. 20 20 bis 200 Nicht verwenden 25 bis 300
Batterien 1 Mignon 2 Mikro 2 Mikro 2 Mikro 2 Mikro 2 Mikro 2 Mikro 2 Mikro 2 Mikro 2 Mikro 4 Mikro 4 Mikro
Batterietest + +
Sparschaltung + +
Lichtkontrolle + +
Schwenkbarer Reflektor + +
Masse
mm und g
75x55x33,5
130 mit Batterie
ohne 76.
75x55x33,5
130 mit Batterie
ohne ca. 75.
75x56x33,5
130 mit Batterie,
ohne 78.
75x56x33,5
130 mit Batterie,
ohne 78.
75x56x33,5
100 mit Batterie,
ohne 78.
75x56x33,5
100 mit Batterie,
ohne 78.
58x55x33
55 ohne Batterien
75x56x32
108 mit Batterie,
ohne 80.
75x56x32
108 mit Batterie,
ohne 84.
100x65x58
Reflektor in 0 Grad,
100x91x35mm in 90 Grad Stellung.
188g mit Batterien.
100x65x59
Reflektor in 0 Grad,
100x91x35mm in 90 Grad Stellung.
201 mit Batterien,
154 ohne.

Die Blitze passen nicht auf alle Cameras. Die M-Serien-Blitze passen auf alle Cameras:

 

 

Eine El mit MF35St bzw MT35. Funktioniert, sieht bloß komisch aus, es hat Luft zwischen Blitz und Camera.

Eine TC35 oder FC35 passt nicht auf eine ML/MB/MDC:

Die linke Nase des Blitzes (von Vorne gesehen) sitzt auf der linken Kante neben dem Auslöser auf.

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FC 35

Der erste Minox Blitz war der FC 35. In Minox schwarz und genau der Form des E-Gehäuses angepasst. Für seine Größe erstaunlich lichtstark. Aber keine Blitzkontrolle und kein Serienthyristor, welche “unverbrauchte” Energie in den Kondensator zurückspeist und somit eine schnellere Blitzfolge erlaubt. Frühe Modelle erlauben keinen Betrieb mit Akkus. Der Blitz ist hoch genug, um “rote Auge” zu vermeiden. Die Ausleuchtung ist für das Aufnahmefeld des35mm Objektivs recht gleichmäßig. Für die weiße AL-Kamera gibt es eine weiße Ausführung der Blitz FA. Mit Serienthyristor heißt er dann FC 35 ST. Die Nachkommen des FC 35. FC-E und FC-S, sind heute noch bei Minox zu kaufen. TC 35 und MF 35 leider nicht mehr. Preis 1989: DM 96.-; mit Etui DM 106.- .

 

Von vorne. Die zwei Blenden des Blitzcomputer werden vorne eingestellt. M heißt soviel wie Manuell, also Leitzahl 18 bei 21 DIN.

Von hinten. Ausführliche Leitzahltabelle. Die Ladekontrolle ist ein Glimmlämpchen in einer ovalen Öffnung. Der Orangen Knopf löst einen Testblitz aus

Die Batterien werden oben, an der rechten Seite eingefüllt (von Vorne gesehen). Es sind zwei Microbatterien und reichen dementsprechend nicht sehr lange, besonders da es keine Energierückführung durch einen Serienthyristor gibt. Aber mit frischen Batterien kann man schon ca. 2 Filme verknipsen. Die Markierung für die Orientierung der Batterien ist innen an der Außenseite des Batteriefachs eingezeichnet. Findet so mancher nicht.

Die Seriennummer steht in der runden Vertiefung (passt über die Rückspulkurbel der Camera). Ich habe auch einige FC-Blitze ohne Seriennummer.

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FA35

Die Minox AL brauchte auch einen eigenen Blitz, ohne Computer und mit möglichst wenig Bedienelementen und Einstellungen. So kam es zum FA35. Dieser ist ein FC35 ohne alle Extras: Keine Computer, keine Blendeneinstellung kein Serienthyristor, nicht mal einen einen Blitzauslöseknopf. Er arbeitet wie ein FC35 in der Einstellung, oder besser Ausstellung, des Computer auf “M” wie manuell. Also immer den Blitz auf “Volle Pulle”. Mit der Leitzahl von 14 bei 21 DIN/100ASA und einer größten Blendenöffnung bei f4 heißt das etwa eine maximale Blitzentfernung von ca. 3,5 Meter (Leitzahl durch Blende). Dementsprechend sind die Blitzsymbole gestaltet: Ein bis drei Männchen, 3 Personen passen in einer Entfernung von 4,5 gut in das Bild. Für die schwarze Ausführung der Al gibt es den FA35 auch in schwarz.. Ein FC auf “M” gestellt tut es auch. Warum man den Blitz in der Ausstattung so beschränkt hat ist mir schleierhaft.

 

 

 

Sieht hübsch aus, von der Form wie der FC35. Der Sensor fehlt, keine Blendeneinstellung, wäre ja auch bei der AL zwecklos.

 

 

 

Da nichts einzustellen ist, braucht es auch keine Blendentabelle. Der Knopf für den Probeblitz ist auch weggefallen, seinen Sitz kann man noch erahnen. Wenigstens das Bereitschaftslämpchen ist geblieben.

 

 

 

Von oben, wie ein weißer FC35 oder FC35ST

Von unten wie gehabt. Wie man sieht ist der Blitz, wie die Camera, weiß angemalt, das schwarze Gehäuse ist unter der Farbe sichtbar, fast schon metaphorisch zu sehen.

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FC 35ST

Dieser Blitz war der Nachfolger der FC 35 mit Serienthyristor, deswegen ST. Damit wird die ungenutzte Blitzenergie wieder in den Blitzkondensator eingespeist. Schont die Batterien und erlaubt eine höhere Blitzfolge; sonst technisch gleich mit dem FC 35

Sieht dem FC 35 sehr zum verwechseln ähnlich, wäre da nicht der Schriftzug.

Genau die gleiche Leitzahlentabelle und Elemente. Nur der Schriftzug zeigt um welchen Blitz es sich handelt. Das Bereitschaftslämpchen leuchtet hier; bei der ST-Ausführung leuchtet dieses nach einem Blitz deutlich schneller (natürlich nicht, wenn der Blitz auf “M” wie Manuell eingestellt wurde).

Preis 1994: DM 189.- (ohne Etui)

Von oben bzw. unten sieht alles wie bei dem normalen FC35 aus. 2 Microbatterien kommen in einen Schacht rechts oben (von Vorne gesehen).

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MF 35

Das ist eigentlich ein FC in der für die ML angepasste Form. Technisch gibt es keine Änderung.

Der Reflektor wurde auch etwas geändert, leuchte noch besser aus.

Gleiche Leitzahl. Die Einstellungen des Blendecomputer sind nach hinten gewandert. Die Blitzkontrolle glimmt jetzt viereckig und löst den Testblitz aus.

 

Die Batterien sind auf die andere (linke) Seite gewandert (von Vorne gesehen).

Unten wie gehabt

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MF 35ST

Nachfolger wurde der MF35 ST, ST für Serienthyristor. Der erhöht die Anzahl der Blitze pro Batteriesatz und die Blitzfolge ungemein.

Wie beim FC ist der Unterschied auf dem ersten Blick nur durch den Schriftzug zu erkennen.

Die Bedienelemente sind alle hinten. Die Ladekontrolle ist unter einer Plastikkappe und leuchte rot.

 

Batterien auch links.

Preis 1994: DM 189.- (ohne Etui), mit Etui DM 218.-

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FC-E (I)

Für die GT-E gab es dann ein Modell FC-E. Also ein FC 35ST auf GT-E getrimmt.

 

Der Knopf für den Testblitz muss natürlich auch rot sein.

Die Batterien befinden sich, wie bei dem FC, auch auf der rechten Seite.

FC-E von unten

Preis 1994: DM 189.- (ohne Etui)

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FC-E (II)

Die GT-E II hat eine besondere Oberfläche, “graphit-schwarz” und mit einer griffigen, fast weichen Oberfläche. Bei Minox heißt das “Softtouch”. Dazu brauch es auch einen passenden Blitz, den FC-E (II), mit den gleichen Oberflächeneigenschaften und Aussehen wie die FC-E (II). Also im Großen und Ganzen ein FC-35ST, nicht ganz: Der Blitz besitz jetzt drei Computerblenden mit den Basisblenden bei ISO 100 von 4; 5,6 und 8. Eine manuelle Blende gibt es nicht mehr. Die mitgelieferte Anleitung gilt auch für den FC-S, welcher baugleich ist, aber eine andere Farbe (silber) hat. Die Anleitung ist aber ziemlich chaotisch und entspricht nicht der Realität, besonders was den Computerblitz und die Blendeneinstellung betrifft. So gibt es für diesen immer noch nur Einstellungen der Farbe rot und grün, in Wahrheit sind es rot gelb und blau, wie man unten sehen kann:

Die “Graphit”-Oberfläche ist gut zu erkennen, der Softtouch ist schwer zu vermitteln……

Die kleinste Blende (blau) lässt nur ein kleines Loch vor dem Sensor: Blende klein FC-E II

 

Die größte Blende (rot) lässt den Sensor frei:

 

Hinten ist die Leitzahl bei ISO 100 aufgeführt, wozu das gut sein soll ist fraglich, da man nicht “manuell” blitzen kann. Ansonsten ist de Aufdruck des Blendencomputer eindeutig. Kontrollleuchte und Testblitz wie gehabt, aber jetzt natürlich auch schon mit CE-Zeichen. man schreibt ja schließlich schon Ende der 90iger Jahre.

FC-E II hinten

Oben findet sich das Batteriefach für die 2 Microzellen auf der rechten Seite, die Orientierung der Zellen ist im Fach aufgedruckt.

 

Von unten ist nicht neues zu sehen, darum gibt es kein eigenes Bild.

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AF-F

Die AF braucht einen eigenen Blitz ein fremder Blitz findet keinen Schuh. Entsprechend der Camera findet sich auch nichts zum Einstellen an dem Blitz, ‘draufstecken und blitzen’. Leitzahl 10 bei ISO 100/DIN 21. Funktioniert auch an keiner anderen Camera oder Kamera.

Preis 1989: DM 52.- mit Tasche DM 71.-

Links sind die Krallen für den elektrischen Kontakt mit der Camera zu sehen. Rechst die Federklammer, mit der der Blitz auf der Camera fixiert wird. Alles in allem eine hakelige Sache. Batterien werden hinten eingefüllt.

 

Oben ist nichts auffälliges zu sehen

Die Krallen für den elektrischen Kontakt und die Fixierfeder sind von unten gut zu erkennen.

Die Tasche:

 

 

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TC 35

Die FC/MF-Serie war zwar schon eine gute Ergänzung zu den Cameras, aber doch etwas schwächlich und erlaubten kein indirektes Blitzen. Der TC 35 bot da Abhilfe und besaß noch einige zusätzliche Eigenschaften wie Batteriekontrolle und Probeblitz.

 

Von vorne, der Kopf ist hoch geschwenkt.

Von hinten. Man sieht den Blendenschieber mit den Grundblendenöffnungen bei 21 DIN; 2,8; 4: 8. Der Schieber rastet in Zwischenstufen ein und die 3 Blenden werden mit Leuchtdioden angezeigt. Einen eigenen Batterietestknopf hat es auch, ebenso wie die Funktion eines Probeblitzes, welche mit der Taste LC ausgelöst wird. Grüne Diode ist genug, rote ist zuwenig Licht; sehr nützlich bei geschwenktem Blitzkopf.

 

Von oben. Der Kopf ist schwenkbar, man sieht die Gradeinteilung. Der gelb Knopf links ersetzt den durch den Blitzverdeckten Auslöser der Camera.

 

Von unten. Der gelbe Knopf verlängert zu dem Auslöser der Camera.

 

 

 

Das Batteriefach der TC besteht aus einer kleinen Schublade, in welche die 4 Microbatterien eingelegt werden. Die Orientierung der Batterien ist auf dem Boden der Schublade eingeprägt. Das ganze ist sehr zierlich, ich frage mich wie schnell so etwas bricht.

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MT35

Passend zur ML wurde ein neuer Blitz welcher sich den Formen der ML anpasst herausgebracht. Technisch ist er eigentlich identisch zu dem TC 35, hat aber einen etwas anderen Blendenschieber, der die Berechnung sehr vereinfacht, da keine Blenden eingestellt werden müssen.

 

Von vorne.

Der neue Blendenschieber ist gut sichtbar. Oben stellt man die Filmempfindlichkeit ein. hier 21 DIN. Unten kann man die Blende mit der Spitze des grünen Pfeils wählen, hier f5,6, und sieht dann in der mittleren Zeile, über dem grünen Pfeil die Blitzentfernung. Hier 4,5 Meter. Eigentlich recht bequem, man stellt die gewünschte Blende ein und sieht wie weit es reicht. In der Mitte unten die Blitzbereitschaftsglimmlampe. Links der Batterietestschalter mit dem Ein/Ausschalter verbunden. und ganz rechts der Lichttestschalter neben den Dioden welche das Ergebnis anzeigen

 

Von oben sieht er genauso wie ein TC aus.

 

Von unten auch.

 

Das Batteriefach an der linken Seite, von hinten gesehen, ist jetzt eine kleine Klappe.

Preis 1994: DM 289.- (ohne Etui), mit Etui DM 318.-. Heftig.

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10.08.05