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DX Code

Bei den Cameras AF, GT-X und GTS wird die Filmempfindlichkeit durch den auf der Filmpatrone aufgebrachten DX-Code gelesen. Sehr praktisch eigentlich, allerdings ist somit eine Manipulation der Filmempfindlichkeit mit dem Ziel z.B. einer Gegenlichtkompensation unmöglich geworden.  Nur noch eine Verlängerung der Belichtung über den Gegenlichtschalter bleibt möglich. Mit Meterware selbstgeladene Filmpatronen sind auch nicht benutzbar. Wie ist die DX-Codierung aufgebaut?

Auf betreiben der Firma Kodak wurde 1994 unter der Spezifizierung ANSI/NAPM Standard IT1.14:1994 als internationale Norm für Kleinbildfilmpatronen eingeführt. Gar nicht so alt. Sie beinhaltet einmal einen Bar-Code für die Entwicklungsanstalt/maschine und einen Code für die Kamera. Aufgebaut ist der Code in zwei Reihen zu je 7 Feldern und basiert auf der elektrischen Leitfähigkeit der einzelnen Felder. Das erste Feld jeder Reihe, oder bei Durchnummerierung der Felder die Felder 1 und 7, ist immer silbrig, ich nehme an es ist der “Massekontakt” für die anderen Felder. Die obere Reihe kodiert mit den Feldern 2-6 die Empfindlichkeit, die untere Reihe die Anzahl der Bilder auf der Filmrolle und den Belichtungsspielraum der Emulsion:

 

Was bedeuten die einzelnen Felder (Schwarz ist nicht leitend, Gelb ist leitend:

Reihe 1 Reihe 2
 

 

Demnach beinhaltet die oben Abgebildete Filmpatrone einen 200 ISO-Film mit einer unbekannten Anzahl von Bildern (in diesem fall 24+3) und einem Belichtungsspielraum von +3 bis -1 einer Blende.

Der Code ist etwas ausführlich, wer hat schon mal einen 320 ISO-Film mit 72 Bildern gekauft? Daher nutzen die meisten Kameras nur einen Teil der Codes. Wenn man in die Filmaufnahmemulde sieht man die Abtaststifte für den DX-Code. Das Maximum an Stiften was ich gesehen habe war 2 Reihen a 6 Stifte (Nikon F4) eine Canon EOS 50F hat 6 Stifte in einer Reihe. Da ein Stift wohl als Massestift gebraucht wird, reduziert sich der Code dadurch ein wenig. Die Cameras haben, wie die meisten Sucherkameras, nur 4 Abtaststifte in einer Reihe, dadurch ist die mögliche Anzahl der Filmempfindlichkeiten deutlich reduziert:


Mit 4 Stiften, von denen 3 kodieren und einer die Masse bildet, sind nur die Empfindlichkeitsstufen ISO 25-50-100-200-400-800-1600-3200 möglich, jedes mal ein Verdoppelung der Empfindlichkeit. Ganz schön clever aufgebaut. Ein ISO 64 Film wird wie ein ISO 50 oder 80 gelesen.

Die AF benutzt aber nicht mal alle Möglichkeiten, er kennt nur Filme mit der Empfindlichkeit ISO100-200-400-800.

Manipulieren kann man den Code schon: Durch Wegkratzen der schwarzen Lackierung bzw. Isolierung der silbrigen Felder. Einfacher geht es mit vorgefertigten Aufklebern. In Deutschland habe ich noch keine Quelle für diese gefunden, aber in den USA gibt es sie hier. Sehr praktisch für selbstgeladene Filme.

Eigentlich müsste man auch solche Etiketten selber drucken können.

Bei HAMA und anderen Händlern gibt es leere, mit einem 100- bzw. 400-DX-Code bedruckte, Filmpatronen zum Selbstladen.

05.08.2005

Mit alte/neue 35mm Patronen selber DX code machen:  Englisch pdf files Kollektion      DX encoding Leif Johansen